moin,
ohhjee, sieht nicht so prall aus mit den Zahnrädern. Aber kein Problem, ist nicht der Aufwand, diese zu wechseln.
Die Lager hebel ich immer mit nem kleinen Kuhfuß raus, nach und nach mit Gefühl. Aber auch nur, weil mir der richtige Abzieher fehlt, wo man die Richtung der Abziehnasen ändern kann (von aussen nach innen).
Ich persönlich würde die Achse nicht komplett tauschen, sondern diese aufarbeiten - sprich neue Wellendichtringe, Lager und andere Zahnräder rein. Keine Papierdichtung verwenden beim Zusammenbau, sondern Dichtmasse. Ich nehme seit Jahren die Schwarze von Petec aus dem Spender und bin immerwieder überzeugt von ihr.
Du wirst fragen, warum nicht die Achse komplett tauschen. Einfacher Grund - du hast diese hier auseinander, bis auf die Karies hat sie komplett funktioniert. Jetzt hast du die Chance, sie gleich abzudichten vernünftig und die Wellendichtringe zu tauschen. Das Problem ist die Papierdichtung zwischen Vorgelege und Achskörper. Diese ist immer irgendwann undicht, egal wie fest die Schrauben angezogen sind, damit ist dann Ölverlust verbunden und so ein Schaden, wie bei dir jetzt, vorprogrammiert. Du könntest mal das Öl aus dem Differenzial ablassen und messen, wieviel da drin ist. Dabei auch gleich nach Metallteilen Ausschau halten. Eine weitere Möglichkeit, ausser dem externen Ölverlust, ist nämlich, daß das Öl durch einen defekten Wedi ins Differenzial kommen kann. Deswegen auch meine Meinung, die Achse nicht einfach zu tauschen. Dann lieber auch die andere Seite noch abnehmen und neu Abdichten. Der Aufwand ist ja nicht so riesig und den Zustand der anderen Achse, kann man von aussen nicht beurteilen.
Was das Lenken anbetrifft, wenn die Vorderachse mit gesperrt wird, soll nur geradeaus gefahren werden. Ansonsten kann es, wie schon von Kumpelfreund beschrieben, zu Verspannugsschäden kommen. Ab einem gewissen Zeitpunkt, gibt irgendwas an / in der Vorderachse nach, bei der Kurvenfahrt. Entweder das Differenzial oder eine der beiden Doppelgelenkwellen im Schwenklager.
Theoretisch hättest du nur mit der Untersetzung und der Hinterachssperre fahren können, wenn die Hebel im Armaturenbrett noch original verrohrt sind. Die Hinterachssperre schaltet die Sperre im Verteilergetriebe mit zu. Jedenfalls bei den Verteilergetrieben, wo diese Sperre pneumatisch betätigt wird. Bei der alten Ausführung über mechanische Hebel, wurde diese damit zugeschaltet und die jeweiligen Pneumatikhebel hatten nur die Achsen gesperrt.
ich wünsche dir noch gutes Gelingen:thumbup:
viele Grüße
maffi