IFA Stapler" - TAKRAF DFG 6302

  • Gern können wir uns zu einer gemeinsamen Ausfahrt mit Fachsimpeln und allem was dazu gehört, nach der derzeitigen Krise, treffen. Die Saison beginnt ja erst!

    Zum Thema Bremslicht: Ich würde auch am ehesten am Hauptbremszylinder nach dem Schalter suchen. Meines Wissens nach, war das bei fast allen Ostfahrzeugen so gebaut (man möge mich bitte Korrigieren, wenn ich falsch liege!). Einfach mal beide Kabelschuhe zusammen stecken und schon sollte es leuchten. Wenn nicht, einfach mal alle Sicherungen mit Kontaktspray oder Rostlöser einsprühen und diese etwas im Sicherungshalter hin- und herdrehen.

  • Ohje.


    Danke erstmal für Eure ersten informationen und Einschätzungen.

    Also gehe ich mal nach dem Hauptbremszylinder suchen, denn direkt am Pedal gibt es nichts Schaltermäßiges.


    Ich habe einige lehrreiche Schrauberstunden hinter mir.

    Und ich glaube, daß ich meine Aussage von heute vormittag revidieren muß, wo ich angenommen hatte, daß die Armaturentafel leichter zugänglich sei als der Motor...

    Denkste.

    Um die Elektrik im Armaturenbereich überprüfen und ergänzen zu können, muß man sich sozusagen "von außen" dorthin freischrauben.

    An und für sich dank des einfachen DDR-Typenbaus kein Problem.

    Aber leider hat man dort im Werk beim Aufbau dieser geschlossenen Kabine diese ganzen guten Voraussetzungen ad absurdum geführt.



    Um das Blendblech außen wegschrauben zu können, müssen auch oben 4 Schrauben gelöst werden, die wurden aber mit der Windschutzscheibe "überbaut". Hatte ich bisher angenommen, die Fenster wären alle aus Plexiglas gmacht, mußte ich entsetzt und überrascht feststellen, daß man bei mehreren der Scheiben offenbar ganz normales Fensterglas eingebaut hat!

    Das geht ja nun gar nicht.

    (Insbesondere nicht, wenn ich die Maschine auch auf der Straße fahren muß / will...)

    Also werde ich morgen, wenn man auch etwas Krach machen darf, erstmal alle Glasscheiben ausbauen.


    Was meint ihr?

    Sollte ich vielleicht diesen gesamten "Kabinenaufbau" ersatzlos zurückbauen?

    Er ist ja sicher nicht original TAKRAF - aber eben "handmade by IFA - workers at Glauchau around 1977" ...

    Je nach Ausfall dieser Entscheidung würde ich dann alles außer dem Originaldach wegschrauben. Oder eben passende Plexiglasscheiben beschaffen und später einbauen.


    Wie auch immer.

    Hier erstmal ein paar Blicke in den Armaturenbereich und hinter die Bleche:





    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)

  • Das unterste Bild zeigt den Fernlichtschalter, der als Trittknopf im Bodenblech angeordnet ist.

    Warum man da allerdings solch riesige Kabelquerschnitte verwendet hat, ist mir etwas schleierhaft.


    Wie auch immer - er funktioniert.

    Ob beide Hupen funktionieren oder nur eine, konnte ich noch nicht herausfinden - viel zu laut, um die länger auszulösen.

    ;-)


    Ich habe alle Sicherungen getauscht und die Federzungen etwas nachgebogen.

    Allerdings ist der Sitz der Sicherungen in diesen Klemmhalterungen trotzdem nicht gerade vertrauenerweckend.

    Besonders an der Unterseite sind die Mulden in den Kontakten scheinbar nur winzig ausgebildet...


    Immerhin habe ich jetzt neben dem Dreh-Anlaßschalter eine rote Kontrolleuchte, die mir wohl die Betriebsbereitschaft der Maschine signalisieren soll?

    Die zweite Kontrolleuchte von links (ebenfalls rot) signalisiert Blinkerbetrieb, unterscheidet aber nicht nach links und rechts. Der Warnblinkschalter blinkt rot in seinem Zugknopf - allerdings läuft der nach dem Einschalten immer erstmal etwas unregelmäßig und dann sehr schnell. Aber er läuft.


    Die beiden weiteren Kontrolleuchten haben sich bisher noch nicht gezuckt.

    (Scheinbar eine rote und eine grüne)

    (Muß ich wahrscheinlich nochmal in verbindung mit dem Fernlicht checken...)


    Einziger echter "Erfolg" heute war die Möglichkeit, nach dem Abbau des Seitenbleches den Gaszug mal nachspannen zu können, was ich auch gleich gemacht habe.

    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)

  • Außerdem habe ich noch einige Bilder vom Motor und Maschinenraum gemacht.


    Bitte gerne Eure Kommentare und Anmerkungen dazu.

    Insbesondere auch, was die Einbaustandorte der Vorglüheinrichtungen betrifft.

    Denn ja, er springt auch so an. Dafür muß er aber geschätzte 30 - 40 Sekunden angelassen werden und dann geht er stockend (und stark rauchend) los...

    Schon aus Liebe zum Motor würde ich da schon lieber fachgerecht vorglühen, um ihm so bessere Voraussetzungen zu schaffen.


    Also Motor:






    Auf dem dritten Bild oben mittig ist der Magnetschalter zu erkennen.

    Man konnte durch Anfassen beim Startvorgang feststellen, daß die Magnetfunktion noch intakt ist.

    Kann da auch noch etwas anderes drin defekt sein?

    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)

  • Und Maschinenraum:


    Hier komme ich noch mit:

    Lichtmaschine. So etwas findet sich auch in manchen Feldbahnloks.

    dsci0222.jpg


    Aber hier?

    dsci0220.jpg


    Und das da?

    dsci0221.jpg

    Ist das links unten der Bremszylinder?

    Ich sehe am Ende ein Bauelement mit einem angeschlossenen (weissen) Kabel.

    Das zweite Kabel (schwarz) ist vorhanden aber unaufgesteckt mit einem Kabelbinder an den Kabelbaum weggebunden.

    Warum das ???


    Bitte seht mir meine technische Unkenntnis nach.

    Feldbahnlokomotiven haben zumeist rein mechanische Bremsen und natürlich keine hydraulischen Aggregate.

    ;-)


    Modelle mit elektrischen Anlasser sind schon die Luxusvarianten.



    MfG

    Robert

    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)

  • Ach ja -


    das Originaldach ist so ein "Science - Fiction - Teil".

    Eine kleines Dächlein an einem mächtigen Rohr.



    Und am Baujahr 1977 sieht man, daß es an dem Gerät nachgerüstet wurde.



    Wurde diese Baugruppe schon einmal ausgetauscht ?

    Oder war das ein Originalteil ???

    (Um da ranzukommen hat man das Anhängermaul abgenommen - und gar nicht mehr montiert. daher vermute ich einen Austausch.)




    Mit bei den Ersatzteilen war dieses zusätzliche Anbauteil, das zur dosierten Leerung von Kippbodenbehältern dient.

    Es war nie montiert.

    Und ich werde es auch nicht verwenden können, weil es den Stapler bei vollem Hub nach oben vergrößert. was ich so nicht möchte.

    Wenn also jemand so etwas gebrauchen kann...

    ;-)




    MfG

    Robert

    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)

  • Na immerhin schon mal was!

    Die roten Kontrolleuchten sollten die Öldruck- und Ladekontrolle sein, grün eigentlich für´s Blinklicht und blau für Fernlicht.

    Die recht großen Kabelquerschnitte sind deshalb so gewählt, weil kein Abblendrelais verbaut ist und damit der Strom schön fließen kann, hat man´s etwas größer dimensioniert. Nicht wie bei heutigen Fahrzeugen, wo alles auf drei Stellen nach dem Komma runter gerechnet wird, dass man ja nicht mehr verbaut, wie unbedingt nötig. Die Sicherungshalter sind wirklich "bescheiden" - es funktioniert, aber wenn man sich mal die Arbeit macht und Flachstecksicherungshalter einbaut, kann man davon ausgehen, dass dort der Strom schon mal ordentlich durchgeht und man kann somit diese Fehlerquelle ausschließen.

    Wenn aber an den Wischermotoren Spannung anliegt und die Hupe(n) funktioniet, dann sollte auch am Bremslichtschalter Spannung anliegen (vorausgesetzt es ist kein Kabelbruch dazwischen), da diese Kreise oft zusammen abgesichert wurden.

  • Den Bremslichtschalter hast Du schon mal gefunden, da wo das weiße Kabel dran geht, da muss aber noch ein zweites Kabel da sein. Den Kabinenaufbau würde ich erstmal abbauen und zur Seite stellen, der wird immer wieder stören, solange Du an dem Stapler schraubst.

    Füll mal Bremsflüssigkeit nach, der eine Behälter ist halb leer, oder tausche gleich die gesamte Flüssigkeit aus.


    Beim Magnetschalter der Flammstartanlage mal schauen, ob Diesel bis zum Magnetventil anliegt, beim betätigen sollte dann der Diesel nach unten auslaufen, dazu musst Du den Verbindungsschlauch abziehen zum Testen.


    Wenn der Diesel läuft, musst Du schauen, ob im Ansaugkrümmer der Glühwendel warm wird beim Betätigen des Anlassschalter, den musst Du ca. 30 sec. in Stellung 1 halten ohne Anlasser zu betätigen.

  • Guten Abend, Ihr zwei.


    Also danke erstmal für die ersten Hinwreise.

    Renato : Wenn das der Bremslichtschalter ist, warum könnten die das 2. Kabel dort extra weggeklemmt haben?

    Denn wie gesagt, ist das mit einem Kabelbinder extra so weggebunden, daß man es nicht mehr anklemmen kann.


    Bremsflüssigkeit werde ich versuchen, gleich morgen zu besorgen und aufzufüllen.


    Wo im Ansaugkrümmer müßte denn dieser Glühwendel sitzen?

    Wie kann ich den ggf. ersetzen?


    fritz : Werde morgen mal die Kabelschuhe verbinden und gucken, ob das die Bremsleuchten erhellt...



    MfG

    Robert

    Immer eine handbreit Stahl unter den Füßen...

    ;-)


  • Das Kaltstartgerät arbeitet nach dem Flammenwerferprinzip und bewirkt eine Erwärmung der Ansaugluft. Bei Temperaturen über 0°C sollte das Teil aus Gründen der Lebensdauer nicht benutzt werden.
    das Gerät besteht aus Startgerät und Magnetventil. Startgerät, Magnetventil und Glühüberwacher sind elektrisch in Reihe geschaltet. Über eine am Kraftstoffilter angeschlossene Rohrleitung wird am magnetventil Diesel zugeführt. Überschüssiger Diesel fließt über Leckleitung und Rücklaufleitung in den Tank zurück. Beim Startvorgang wird die Ventilnadel im Magnetventil angehoben und der über die Heizwendel des Startgeräts fließende Diesel verdampft. Dreht nun der Anlasser den Motor durch, wird die einströmende Luft mit dem Diesel vermischt und an den vorderen Windungen der Heizwendel entzündet. Die entstehende Flamme heizt die vorbeiströmende Ansaugluft auf und ermöglicht einen sicheren Start des Motors bei Außentemperaturen bis zu - 15°C. Funktionskontrolle erfolgt über den Glühüberwacher.


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Dein IFA Projekt

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