Beiträge von Haesje

    Hallo Haesje, schönes Projekt, sieht gut aus. Hast Du den Küpperrahmen verlängert?


    Beste Grüße Bend

    Hallo Bend,

    Nein, am Rahmen wurde nichts verändert.
    Ich habe lediglich die originale Kippmulde abgenommen und meinen eigenen Rahmen darauf aufgebaut. Im Prinzip könnte ich meine Koffer sogar kippen.

    Ich habe allerdings nachträglich ein Stück des LKW-Rahmens verlängert, um meine Wassertanks und den Bumper daran zu befestigen. Dieses Stück dient jedoch nicht als Abstützung für den Koffer.


    Auf dem Foto kann man sehen, wo der Koffer aufliegt und wo meine Verlängerung des Rahmens beginnt.

    Teile 1: IFA W50 mit Eigenbau LAK Teile 1


    Hallo leute!,

    Danke an alle, die Teil 1 gelesen haben.


    -Vorbereitungsarbeiten für die Innenwände.

    Zuerst sind wir in eine neue Werkstatt umgezogen – endlich mein eigener Platz.

    Hier habe ich als Erstes sowohl die Innen- als auch die Außenseite mit Rostschutzgrundierung gespritzt.


    Die nächste Aufgabe bestand darin, Dachlatten an den Rahmen zu nieten. Diese dienen dazu, später die Innenwände ganz einfach mit Holzschrauben befestigen zu können.
    Außerdem wurden Aussparungen gemacht und Kabel verlegt, die alle nach vorne geführt werden, wo später ein Sicherungskasten installiert wird.

    Anschließend wurden alle Fugen und Öffnungen zwischen den Platten abgedichtet, um sicherzustellen, dass kein Wasser mehr eindringen kann.
    Der Boden wurde dabei ausgespart, damit eventuell eindringendes Wasser oder Kondenswasser ablaufen kann, ohne vorher größere Rostschäden zu verursachen.


    -Fenster einbauen

    Die Öffnungen für die Fenster werden ausgeschnitten: zwei auf der Fahrerseite, drei auf der Beifahrerseite und ein Fenster an der Stirnseite.

    Auf der Fahrerseite gibt es nur zwei Fenster, da sich hier auch das Badezimmer befindet und ich allen diesen Anblick ersparen möchte.😄

    Die Fenster bestehen aus echtem Verbundglas mit einer Kunststofffolie dazwischen, ähnlich wie bei einer Autoscheibe.
    Ich hatte zuerst nach Wohnmobilfenstern geschaut, weil man diese auch öffnen kann. Aber für den Preis von einem einzigen solchen Fenster hätte ich bereits die anderen sechs bekommen.
    Da war die Entscheidung schnell getroffen.
    Das Lüftungssystem und die Klimaanlage besprechen wir ein anderes Mal.


    -Dämmung

    Dafür habe ich 6 cm dicke PIR-Platten verwendet. Diese passen perfekt zwischen die Außen- und Innenwand (4 cm für die Rohre des Rahmens und 2 cm für die Dachlatten).

    Die Platten wurden anschließend an den Wänden und am Boden verklebt. Darüber wurde noch eine luft- und feuchtigkeitsdichte Folie verlegt. Das gesamte Stahlgerüst muss dabei abgedeckt werden.
    Nicht nur, um Kältebrücken zu vermeiden, sondern auch, um Kondensation zu verhindern, die langfristig wieder zu Rost führen könnte.


    -Innenwänd: Die Titanenarbeit

    Das hatte ich definitiv unterschätzt.

    Bevor ich weitermache, muss ich kurz klarstellen, dass ich kein Holzhandwerker bin(Was man auch deutlich sehen kann). Mein Hintergrund liegt hauptsächlich in der Metallbearbeitung, und momentan arbeite ich vor allem im Bereich der industriellen Instandhaltung.

    Dieses Projekt mache ich größtenteils alleine. Manchmal habe ich einen Kumpel, der einen faulen Sonntag opfert, um mir zu helfen, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.


    Ein bisschen Platten zuschneiden und festschrauben, wie schwer kann das schon sein?

    Die Platten sind 18 mm dicke Siebdruckplatten: Bleischwer – eigentlich viel zu dick für das, was ich damit vorhabe.
    Aber ich habe sie so gut wie umsonst bekommen und nach dem Motto „There is no build like overbuild“ und angesichts der möglichen Nutzlast des W50.

    sah ich keinen Grund, diesen Plan nicht umzusetzen. Das einzige Problem ist, dass ich diese Platten alleine halten und gleichzeitig festschrauben muss – und das oft an der Decke oder an den schrägen Wänden.


    Ich habe mich für diese Art von Platten entschieden, in der Hoffnung, dass ich möglichst wenig Schleifarbeit investieren müsste, bevor ich sie lackieren kann.
    Das stellte sich allerdings als Wunschdenken heraus, denn ich habe trotzdem noch genug Stunden mit Schleifen verbracht.


    Jede Ecke musste genau ausgemessen und zugeschnitten werden, damit die Platten möglichst dicht aneinanderpassen.
    Anschließend wurden die Fugen und Schraubenlöcher mit überstreichbarem Silikon abgedichtet.


    -Das Badezimme und Kuchen

    Das Badezimmer ist mir ziemlich wichtig. Da ich tatsächlich dauerhaft im Lkw leben möchte, wollte ich keine Campinglösung.
    Mit anderen Worten: eine vollwertige Toilette und Dusche.

    Dass die beiden nun mal denselben Raum einnehmen, ist dabei eher Nebensache.


    Die gesamten Leitungen verlaufen entweder unter der Duschwanne oder über die Vorsatzwand auf der rechten Seite nach unten und anschließend nach außen. Unter dem Lkw werden die Abflüsse von Küche und Badezimmer zusammengeführt und in einen Abwassertank geleitet, den wir uns später noch genauer ansehen werden.

    Das Frischwasser wird ebenfalls über einen Tank unter dem Lkw bereitgestellt und über PEX-Leitungen zu den Wasserhähnen geführt.


    Die Wände des Badezimmers bestehen ebenfalls aus Siebdruckplatten. Diese wurden grob angeschliffen und anschließend mit einer wasserdichten Abdichtungsbahn versehen, um sie später zu fliesen.

    Die Toilette ist eine Bootstoilette mit integrierter Wasser- und Zerhackerpumpe.

    Das Küchenmöbel ist ein 'El cheapo' Modell von IKEA. Was zusätzlich verstärkt und an der Wand befestigt wurde.


    Und zum Schluss wurde die Innenseite noch in Gelb und Weiß lackiert.


    Danke fürs Lesen, und ich hoffe, wir sehen uns in Teil 3 wieder!

    Hi, Egregor

    Lieber etwas zu viel als zu wenig 🙂
    Vor allem lag es daran, dass ich das Rohr mit diesen Außenmaßen nicht mit einer dünneren Wandstärke bekommen konnte.

    Und ein bisschen extra Schutz gegen Rost kann ja nie schaden.

    Hallo leute,


    Entschuldigt bitte mein AI-Deutsch. Ich bin Pieter und komme aus Belgien und mein Deutsch ist leider schlecht.
    Aber dank der neuesten Technologien ist das heutzutage kein Problem mehr.


    In 2022 habe ich meinen W50 gekauft, einen Kipper.
    Nach einigen technischen Problemen und einem langen Kampf mit der bescheuerten belgischen TÜV-Bürokratie habe ich endlich mein Kennzeichen bekommen.

    NACH ZWEI JAHREN!

    Wir sollten uns besser nicht aufregen. Endlich können wir fahren!

    Und so konnte auch der Umbau beginne.


    Nun stellte sich die Frage: Was bauen wir daraus? Ich bin 1,86 m groß, und ein LAK 2 ist für mich doch etwas zu klein.
    Vor allem, weil ich nicht nur darin reisen möchte, sondern dauerhaft darin leben will.

    Und logistisch gesehen ist es auch nicht gerade einfach oder günstig, einen solchen Aufbau nach Belgien zu bekommen.

    Also war meine Lösung: Eigenbau LAK 2!


    Die Außenmaße meines Koffers betragen 2,1 m Höhe, 2,5 m Breite und 4,5 m Länge.

    Von Anfang an war geplant, die Optik eines LAK-Koffers nachzuahmen. Das bedeutet: ein schräges Dach und ein schräger Boden. Leider ist das nicht gerade die beste Art, den verfügbaren Platz optimal zu nutzen.

    Aber wer schön sein will, muss leiden. 😄


    Den Aufbau habe ich ein wenig nach dem Prinzip eines Schiffes aufgebaut: Es gibt einen darunterliegenden „Kiel“, von dem aus die Spanten verlaufen und an denen die Außenhaut befestigt wird.
    Jedes einzelne Bauteil ist dabei ein tragendes Element.


    Der Kiel und die unteren Spanten bestehen aus Stahl-Rechteckrohr 120 × 60 × 6 mm. Die oberen Spanten sind aus 40 × 40 × 4 mm Stahl-Rechteckrohr gefertigt,

    Die Hohlräume zwischen den Spanten eignen sich ideal für die Isolierung.
    und die Wand besteht aus 1500x3000x2 mm Stahlblech.

    Das Ganze wiegt etwa 1.100 kg. Was ich persönlich gar nicht so schlimm finde, da sich der W50 unbeladen ohnehin nicht besonders angenehm fährt.


    Das Ganze sitzt auf den originalen Aufnahmepunkten der Kipperpritsche.

    Dadurch kann sich der Aufbau auch noch etwas bewegen, wenn sich der LKW-Rahmen darunter verwindet.



    Danke fürs Lesen, und ich hoffe, wir sehen uns in Teil 2 wieder!