(sten/schu) - Der auf dieser Seite abgebildete Lkw vom Typ IFA L 60 1218 4x4 AC-N gehört noch Anfang des Jahres 2006 zur Ausrüstung des 1. Kompanie eines Panzeraufklärungsbataillons der Bundeswehr. Der dieselgetriebene Allradlastkraftwagen wurde Anfang 1989 im VEB IFA-Automobilwerke in Ludwigsfelde (daher die Bezeichnung L) hergestellt und war nach der Übernahme durch die Bundeswehr zunächst im Stab einer Heimatschutzbrigade eingesetzt. Seit einigen Jahren wird er von den Panzeraufklärern als sog. "Stabskabine" genutzt und gepflegt.
Beiträge von Renato
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"Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt, weil IFA nämlich gar nicht fährt!" An diesen flotten Spruch aus DDR-Zeiten – einer Verballhornung des IFA-Claims – erinnert sich Diplom-Informatiker Marcel Gnoth auf seiner privaten Homepage, und wundert sich gleich darauf, dass das gar nicht stimmt: "Auch 14 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR fahren erstaunlich viele W50 durch Vietnam und die sehen erstaunlich gut aus."
Tatsächlich stammen auch fünfzehn Jahre nach Ende der DDR noch rund ein Viertel der LKW, die man auf Vietnams Strassen sieht, aus dem Werk des führenden DDR-Lastwagenherstellers in Ludwigsfelde. Insgesamt 591.500 der robusten LKW vom Typ IFA W 50 und L60 wurden hier von 1966 bis 1991 produziert, wovon nicht wenige ins Ausland gingen. Dabei war das sozialistische Vietnam ein wichtiger Abnehmer. Die Vietnamesen waren es dann auch, die sich Ende 2002 noch schnell die letzten 500 fabrikneuen IFAs sicherten. Die hatten Jahre lang auf einer Wiese im nordbrandenburgischen Dorf Heiligengrabe herumgestanden, waren dort zwischenzeitlich zu einer kleinen Attraktion geworden, und erreichten erst Anfang 2003 vietnamesische Häfen.
Dass aber die DDR-LKW nicht allzu schnell von den vietnamesischen Strassen verschwinden werden, dafür sorgen neben ans Improvisieren gewöhnte, einheimische Kfz-Mechaniker auch die Nachfolgefirma der IFA, die IFA Gesellschaft für Internationalen Fahrzeughandel, ebenfalls in Ludwigsfelde, bei der selbst heute noch IFA-"Baugruppen, Verschleissteile von der kleinsten Schraube, Feder, Dichtung bis zu Kolben und Filter" lagern. Hier kann sich der Fanatiker obendrein mit Spielzeugmodellen des Lasters eindecken, der zwar nicht schön war, aber immerhin noch wie ein echter Lastkraftwagen aussah. Diverse Gimmicks, von der IFA-Tasse für 4,50 EUR bis zur IFA-Fahne für 45,00 EUR gibt es auch. Letztere könnte sich vielleicht auch Marcel Gnoth besorgen und zu Hause aufhängen, damit er sich jeden Tag daran erinnert, dass vieles, was der DDR-Volks- und Untergrundmund so von sich gab, zwar ganz lustig klang, aber eben der reine Blödsinn war.
Quelle Riesenmaschine
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Fabrikneue W 50 für Vietnam
Kurioser Fuhrpark mit mehreren hundert Lkw in Heiligengrabe ist verkauft / Restbestand aus IFA-Werk Ludwigsfelde27.11.2002
Lokales - Seite 24
Susanne Rost
HEILIGENGRABE. Bis zum Jahresende verliert das im Norden Brandenburgs gelegene Dorf Heiligengrabe seine kurioseste Sehenswürdigkeit: die knapp 500 Lastwagen aus DDR-Produktion, die seit sieben Jahren fein säuberlich nach Farben sortiert auf einer Wiese am Ortseingang stehen. Sie gehören Klaus Thiele, der vor mehr als zehn Jahren den Nachlass des IFA-Werkes in Ludwigsfelde erworben hatte. Jetzt hat der Unternehmer fast den kompletten Fuhrpark nach Vietnam verkauft. Das unfreiwillige Freilichtmuseum - Thiele hatte zunächst mit einer raschen Verwertung der legendären DDR-Laster gerechnet - wird aufgelöst. Zwar sind die ersten der fabrikneuen W 50 und L 60, die lange Jahre ihrer Nutzung harrten, schon unterwegs nach Fernost. Doch in Anbetracht des riesigen Fuhrparks fallen diese Abgänge bislang kaum auf, sagt Reinhard Preuß, der Bürgermeister des Ortes im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Über den Abschied der "moralisch verschlissenen" - da aus DDR-Zeiten stammenden - Fahrzeuge ist er nicht traurig. Wenngleich sie immer wieder Ortsfremde in das Dorf in der Ostprignitz lockten, die die DDR-Lkw-Legenden bei ihrer Fahrt auf der nahen Autobahn Berlin-Hamburg entdeckt hatten. "Es riefen immer wieder Leute an, die sich nach den Lastwagen erkundigten", berichtet auch Amtsdirektor Edmont Hamelow. Die Verwaltung sah dagegen eher kritisch auf den Autofriedhof - nach zehn Jahren Stillstand kann schließlich auch ein fabrikneuer Lkw zur Umweltgefahr werden, wenn er bespielsweise Öl verliert. Aber Thieles Mitarbeiter hielten die Laster in Schuss. "Bis zum Jahresende sind alle in Vietnam", sagt der Firmenchef, dessen Zentrale im alten IFA-Werk in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) ist.
In der DDR-Lkw-Schmiede rollten am 31. Dezember 1991 die letzten W 50 vom Band. Gut 570 000 Exemplare wurden dort von 1965 an hergestellt, ein Großteil wurde ins Ausland exportiert. Die unverwüstlichen Fahrzeuge gab es für alle Lebenslagen, in 40 Varianten: unter anderem als Pritschen-, Kasten- oder Kipperwagen, als Kran-, Tank- oder Feuerwehrfahrzeug.
Auch die Freiwillige Feuerwehr Heiligengrabe rückt mit einem W 50 zu ihren Einsätzen aus. Unternehmer Thiele schenkte es den Mannen, als er 1995 mit seinem Fuhrpark nach Heiligengrabe kam.
Etwa 1 500 Fahrzeuge - neben dem W 50 auch dessen Nachfolger L 60 - sowie den gesamten Ersatzteilbestand hatte der Unternehmer 1991 erworben. Etwa 1 000 Wagen hat er in den letzten Jahren nach und nach verkauft, zu Preisen zwischen 19 000 und 39 000 Euro und vor allem nach Osteuropa.
Foto: JOACHIM KUPHAL Standen sieben Jahre lang in Reihe und Glied am Ortseingang von Heiligengrabe: Mehrere hundert fabrikneue W 50, der Restbestand des IFA-Werkes.
Quelle Berliner Zeitung
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Du willst wissen was ein KFZ-Kennzeichen über einen Besitzer verät? Wenn ja dann schau hier nach. Kennzeichenanalyse
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Ist nicht ganz richtig, laut Ludwigsfelde wurden 250 Stück IFA L60 Turbo mit 245 PS für Ungarn produziert.
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Soweit ich weiß, gab es unterschiedliche Ausführungen von den Kolben, ich glaube die eine Sorte war aus Guß?
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Zitat
Original von HaPe
so 'n schmales Fenster für die Hecktür bräucht ich noch, wo hast 'n das her ?Das ist ein Seitzfenster, bekommts Du beim Caravanhändler.
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Hallo, kann mir einer sagen, wie die Leistungsangaben des TGL-Standard abgerufen wurde? Beziehzt sich z.B. die angabe von 92 kW/125 PS beim W50 auf den Motor, oder wurde die Leistung an der Achse gemessen?
Ich nehme mal an, das direkt am Motor, hinter der Kupplungsglocke gemessen wurde. Interessant wäre auch zu wissen, was für Aggregate bei der Leistungsmessung in Betrieb waren (LiMa, Kompressor usw.) und ob diese belastet wurden, da ja dann auch ein Leistungsverlust vorhanden wäre.
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Bei meinem Urlaub 2006 in Thailand fand ich eine IFA RT125 Baujahr 1963. Diese Maschine fand ich auf Ko Samui, einer Insel im Golf von Thailand. Beim Schlendern durch Chaweng, dachte ich auf einmal ich spinne, da stand vor mir eine IFA RT125. Diese Maschine ist noch fast original und wird dort täglich durch den gnadenlosen Verkehr von Chaweng geprügelt.
Es ist schon sehr erstaunlich solch ein Motorrad aus der DDR Baujahr 1963 unter all den Hondas, Suzukis, Kawasakis und all den anderen japanischen Mopeds und Motorrädern zu sehen, zu mal ich während meiner 20 Tage in Thailand kein anderes deutsches Motorrad fand.
Wäre mal interessant zu wissen, wie die Maschine dahin gekommen ist.
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So wie Mad_Max es erwähnt hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten des "Tunings" Ich kenne auch einen W50 mit 6 Zylinder Deutz (FL 913) der läuft in einem Kipper schon seit 6 Jahren. Es sollten eigentlich alle Motoren bis ca. 180 PS die mit ihren Maßen passen verbaut werden können, ist nur eine Frage des Aufwandes und der Möglichkeiten.
So viel ich weiss, verbaut Herr Eberhard Wischer aus Garz "Fremdmotoren" in den W50. Letztendlich wird es immer eine Frage des Geldes und der Möglichkeiten sein.
Als ich in Ludwigsfelde war, wurde mir auch berichtet, dass die Ungarn einen 150 PS Motor in den W50 verbauen. Die haben sich immer nur die Fahrgestelle geholt und dann diesen Motor verbaut (Einstufung nach Euro 2) . Es soll jauch eine IFA Version eine 6 Zylinder Turbos mit 160 PS gegeben haben, leider wohl nur eine kleine Stückzahl und ich kenne das nur vom Hörensagen. Das Problem des W50 Motors ist, das die meisten nicht die angegebenen 125 PS haben. Es bringt schon viel wenn man die ESP und den Einspritzdüsendrück optimiert.