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14 Jahre lang war das W50-Tanklöschfahrzeug im Dienste der Feuerwehr in Staffelde. Als es verkauft wurde, griffen vier Männer zu und machten daraus eine Partyfeuerwehr. Nun kann man den W50 mieten – für Feiern oder für Kinder. „Da steckt viel Herzblut drin“, sagt Mario Bäker.
Staffelde
Genau 14 Jahre war der alte W 50 im Dienst der StaffelderFeuerwehr. Nun ist er außer Dienst – das Dorf verlassen hat das Tanklöschfahrzeug aber nicht. Es dient nun als „Partyfeuerwehr Staffelde“.
Roland, David und Mario Bäker sowie Alexander Bordt haben sich des Fahrzeugs angenommen. Als 2014 klar war, dass die Staffelder Feuerwehr es verkaufen wird, wussten sie: Die nehmen wir. „Ich bin ja Mitglied der Feuerwehr“, sagt Mario Bäker, „und an diesem Fahrzeughängt viel Herzblut.“ Als der W 50, Baujahr 1982, um die Jahrtausendwende angeschafft worden ist, wurde er einmal komplett auseinander- und wieder zusammengebaut, bevor er bei der Feuerwehrin den Dienst ging – und er war dabei.
Inzwischen haben also die vier Männer das Fahrzeug gekauft und vermieten es als eben jene Partyfeuerwehr. „Nur ein Auto zu kaufen und es dann hinstellen, das bringt nichts“, sagt Mario Bäker. An der Seite gibt es zwei Zapfhähne, daran können Fässer mit Getränken angeschlossen werden. Oben gibt es eine Halterung für eine Markise, zur Ausstattung gehören aber auch zwei Zelte, zwei Stehtische und Garnituren.
Jedes Jahr muss das Auto zum Tüv und zur Abgasuntersuchung, auch einige Reparaturen müssen hin und wieder geleistet werden. „Dieses Hobby kostet Geld“, sagt Alexander Bordt. Der 24-Jährige ist Geschäftsführer der „Schankwirtschaft Bordt“. Sie wurde gegründet, um dieses Hobby einerseits gegenfinanzieren zu können. Schließlich muss der Wagen in bestimmten Abständen gewartet werden. Andererseits aber natürlich auch, um den Leuten Spaß zu bereiten – auch Kindern. Die Partyfeuerwehr kann für Feste gemietet werden. Kinder können mal mitfahren, aber auch mit Wasser spritzen – denn Einsatzbereit ist das Fahrzeug auch noch. Mit dem Wendestrahlrohr oben auf dem Dach oder dem B-Schlauch sei einiges möglich. Aber auch beim Staffelder Pfingstfest ist die Partyfeuerwehr vertreten, ebenso in diesem Jahr erstmals beim Osterfeuer im Kremmener Scheunenviertel.
Das alles muss immer wieder vorbereitet werden. „Wenn wir eine Veranstaltung haben, dann fangen wir Stunden vorher an“, sagt Mario Bäker. Im Anschluss steht immer eine Säuberungsaktion an. „Das darf man nicht liegen lassen“, ergänzt der 51-Jährige.
Hin und wieder kommt es vor, dass Leute die Partyfeuerwehr mit der echten Wehr verwechseln. „Aber mit der hat unser Auto nichts mehr zu tun“, stellt Mario Bäker klar.