Cunewalder 2kvd 8/8 SVL

  • Moin. Ich habe mal ein liegen und vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen.

    Ich habe ein Eigenbau Schlepper wo ich den 2kvd einbauen möchte.

    Der Motor steht schon ewig bei mir und ich weiß nicht mehr so wirklich als ich ihn bekommen habe, was mir da gesagt wurde wo er verbaut war. Mir geht's hauptsächlich um die Drehzahlregelung. Er hatte ein eigenen Tank. Also muss es ja was stationäres gewesen sein und ein handversteller für die Drehzahl.

    Aber er hat auch einen Deko Hebel gehabt und ein drittes Ventil im Kopf. Und ein Hebel an dem Zylinderkopf zum ansteuern.

    Habt ihr vielleicht eine Idee wo der Motor verbaut gewesen sein könnte und ob ich ihn mit nem normalen Gas Gestänge verbauen kann? Deko hebelei wird abgebaut.

    Mir geht's auch um die drehzahlregelung. ESP wird noch überholt und abgestimmt.


    Vielen Dank

    Grüße Flori ✌️

  • Mögliche Herkunft

    • Multicar M22: Das ist die bekannteste und häufigste Heimat für diese Motoren. Dort liefen sie allerdings meist auf Fahrzeugdrehzahl (über ein Fahrpedal geregelt).


    • Stationär- oder Aggregatbau / Pumpen / Schwenkkran (z. B. T 157): Da deines einen separaten Tank, einen Handversteller für die Drehzahl und den erwähnten Zusatzkram hatte, lief er höchstwahrscheinlich in einer stationären Anwendung (wie einem Notstromaggregat, einer großen Pumpe, einem Kompressor) oder auf einem Arbeitsgerät, bei dem eine feste Drehzahl unabhängig von der Last gehalten werden musste (Verstellregler / Fliehkraftregler).
    • Das „dritte Ventil“ bzw. die Ansteuerung am Zylinderkopf ist das klassische Dekompressionsventil (oft als Hebel oder Zug direkt am Kopf ausgeführt), um den Motor beim Starten von Hand oder mit dem Anlasser durchdrehen zu können.

    Umbau auf normales Gasgestänge (Schlepper)

    Ja, du kannst den Motor problemlos auf ein normales Gasgestänge oder einen Gaszug umbauen, wie man es von einem Eigenbau-Schlepper gewohnt ist.

    1. Dekompression weglassen: Die Deko-Hebelei am Zylinderkopf kannst du abbauen und die Ventile bzw. Bohrungen fachgerecht verschließen, sofern der Anlasser und die Kompression stark genug sind, um den Motor regulär anzureissen bzw. zu starten. (Früher war das Dekomprimieren Pflicht, weil die Batterien und Anlasser oft schwach auf der Brust waren oder stationär oft angekurbelt wurde).
    2. Regler-Anpassung (ESP): Da die Einspritzpumpe (ESP) ohnehin überholt und abgestimmt wird, gib dem Instandsetzer direkt Bescheid, dass der Motor in einen Schlepper wandert. Stationärmotoren haben oft einen Regler, der auf eine feste Drehzahl optimiert ist (Pendelregelung). Für den Schlepperbetrieb brauchst du eine Charakteristik, bei der das Handgas/Fussgas die Drehzahl direkt vorgibt (Verstellregler über den Drehzahlbereich).

    Mit einer frisch überholten ESP und einem direkten Zug auf den Reglerhebel läuft der 2KVD im Eigenbau-Traktor absolut zuverlässig und zieht unten heraus ordentlich Wurst vom Brot.