Der IFA W50 in der Filmgeschichte: Von der Statisterie zur Hauptrolle

  • Der IFA W50 aus dem Ludwigsfelder Nutzfahrzeugbau ist nicht nur ein Klassiker des Ost-Straßenverkehrs, sondern tauchte im Laufe der Jahrzehnte immer wieder im internationalen und nationalen Filmgeschehen auf. Während er in großen Hollywood- und europäischen Blockbustern meist als authentisches Hintergrundfahrzeug für osteuropäische oder Krisenregionen-Kulissen diente – wie in Fast & Furious (mit Drehs in Osteuropa/Bulgarien), Blood Diamond (2006) oder Die Bourne Verschwörung (2004) –, übernahm er in Spezialprojekten auch ganz andere Aufgaben.


    Eine prominente, echte Hauptrolle als fahrbarer Protagonist blieb dem W50 vor allem in unabhängigen Projekten wie Go West W50 auf den Highways vorbehalten, wo das Fahrzeug das Zentrum des gesamten Reiseabenteuers darstellt. Produktionen mit Manfred Krug (wie die bekannte Fernfahrer-Serie Auf Achse oder das DEFA-Roadmovie Wie füttert man einen Esel von 1974) prägten zwar das filmische Bild des Fernfahrer-Milieus im Osten stark, setzten auf technischer Seite jedoch vor allem auf andere Lastwagen-Typen wie den Škoda 706 RT oder Mercedes-Modelle. Neben Spielfilmen prägten vor allem DEFA-Gegenwartsstreifen, die Krimireihe Polizeiruf 110 sowie internationale Datenbanken (IMCDb) das Gesamtbild dieses vielseitigen Nutzfahrzeugs im Film.