Beiträge von Renato

    Ich bin da voll bei Olaf, lieber das Vorhandene und Bekannte optimieren, als Experimente zu starten. Gerade wenn ich auf Reisen gehe ist das wichtig, fahre ich nur in Deutschland, ist das nicht so das Problem, da kann schnell geholfen werden. Wer kann mir im Ausland mit einem ziemlich unbekannten Motor helfen bei Problemen? Ersatzteile gibt es auch nicht mehr so viele wie für den 4 VD.


    Eins darf man auch nicht vergessen, wir arbeiten meist nicht mehr mit unseren Autos, sondern fahren zu Treffen und gehen auf Reise, da sollte man eigentlich die Zeit dazu haben, um zu reisen und nicht zu rasen. Hier sollte der Weg das Ziel sein! Wir fahren immerhin alte Schätzen und keinen PS Boliden, hier geht es doch auch irgendwie um die IFA LKW W50 und L60. Frage mich immer wieder warum man sich einen W50 oder L60 zulegt und den gleich umbauen will? Da kaufe ich doch lieber gleich ein Auto, passend für meine Ansprüche, es gibt doch so viele Fahrzeuge.


    Persönlich würde ich erst mal alles aus dem 4 VD Motor rausholen, was geht und da geht noch einiges als die herkömmlichen 125 PS. Einige wissen wie mein IFA "rennen" kann und haben selbst mit im Auto gesessen, wenn ich bei 90 km/h den Blinker gesetzt habe und wesentlich moderner und leistungsstärkerer LKW überholt habe.


    100 km/h sind kein Problem. Ich fahre den LKW schon seit 20 Jahren, bin viel damit in der Welt umhergereist, manchmal auch unter Extrembedingungen (Durchquerung Sahara) habe über 120.000 km mit dem LKW abgespult und er läuft und läuft und läuft. Diese Argumente von den Motorschäden usw., stammen alle noch aus DDR Zeiten, wo die Autos nur geschunden und gequält worden, dazu noch schlecht gewartet und repariert.


    Diejenigen die mit beim IFA-Tours Treffen in Nordhausen gewesen sind, wissen, woran es kränkelte. Ist der 4 VD Motor in Ordnung, macht er auch keine Probleme, egal ob in der Sahara oder in Kanada. Jemand der einen IFA LKW schon längere Zeit fährt und sich entsprechend darum kümmert, weiß das diese Fahrzeuge dann auch kaum kaputt gehen und sehr zuverlässig sind. Schaffe ich mir aber einen IFA LKW zum Schrottpreis an und will den dann nutzen, kann man keine Wunder erwarten, die sind dann verschlissen und runter geritten.


    Wenn ich einen IFA LKW W50 umbauen würde oder müsste, würde ich auch einen Motor nehmen, der heute noch gut verfügbar ist und da gibt es einige gute Alternativen, ob Deutz, Mercedes, Volvo, MAN, IVECO usw. und wahrscheinlich wieder wassergekühlt, da luftgekühlte doch erheblich geräuschintensiver sind.

    Deshalb habe ich eine riesengroße digitale Anzeige für die Wassertemperatur. Als alter W50 fahrer hat man das auch irgendwie im Blut, ich schlate schon automatisch, den Lüfter zu, wenn ich merke der Motor muss gleich arbeiten (es kommt ein Berg, es geht in das Gelände usw.). So handhabe ich das schon 20 Jahre an meinem W50 und hat bisher immer funktioniert. :)

    Oh ja, sowas könnte ich auch gut gebrauchen, einen der meinen Lkw schraubt.;) Aber das ist ja eben auch unser Hobby. Die Zeit wird bei den meisten ein Problem sein. Und so ein Projekt braucht viel Zeit. Oft sterben dann solche Projekte wegen Zeitmangel.


    Es ist schon sehr zeitintensiv, einen W50 reisetauglich zu machen und dann auch noch für Afrika fit zu machen. Ich habe jetzt meinen W50 fast 20 Jahre und habe den schon einmal komplett zerlegt und wieder zusammengebaut, das dauert Jahre, zumal man ja nicht jeden Tag am W50 bauen kann, meist nur am Wochenende. Und das Auto ist immer noch nicht fertig, da es auch mit der Zeit bestimmte Pflege und Wartungsarbeiten bedarf. So ein Fahrzeug wird eigentlich nie fertig.


    Hätte ich noch so einen Umbau gemacht, wäre ich wahrscheinlich erst nach Jahren aus der Halle gekommen und bestimmt keine Reise in der Zeit machen können.


    Ich bin den anderen Weg gegangen. Rein in den W50 und los Spanien, Afrika, Amerika usw. und kaum Ahnung vom W50.

    Erst später hatte ich dann einen Splin bekommen und habe den IFA zerlegt, nicht weil er kaputt war, sondern einfach um ihn frisch zu machen und ein paar Änderungen am Fahrzeug einzuarbeiten.