Wir gratulieren
- H.H.
ganz herzlichst zum einundzwanzigjährigen Forenjubiläum.
Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit der IFA-Tours Gemeinschaft !
Wir gratulieren
ganz herzlichst zum einundzwanzigjährigen Forenjubiläum.
Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit der IFA-Tours Gemeinschaft !
Wir gratulieren
ganz herzlichst zum zwanzigjährigen Forenjubiläum.
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Der Luftpresser (Kompressor) ist das Herzstück der Druckluftbremsanlage und der Nebenverbraucher des IFA W50. Er stellt den notwendigen Betriebsdruck für die Bremsanlage, die Kupplungsunterstützung und gegebenenfalls die Allrad- und Differenzialsperrenschaltung bereit. Ein Defekt oder Verschleiß führt zu unzureichendem Druckaufbau, erhöhtem Ölverbrauch im Luftsystem oder mechanischen Nebengeräuschen.
Dieser Leitfaden beschreibt detailliert die sachgerechte Vorgehensweise beim Wechseln und Einstellen des Luftpressers (Typ: Einzylinder-Luftpresser, meist 50 mm Kolbendurchmesser beim Standard-W50).
Bevor mit den Arbeiten begonnen wird, müssen zwingend folgende Sicherheits- und Vorbereitungsschritte durchgeführt werden:
Das korrekte Einstellen des Luftpressers ist entscheidend für die Lebensdauer der Lager und des Keilriemens.
| Einschaltdruck System | ca. 6,2 bar |
| Abschaltdruck (Regler) | ca. 7,4 bar |
| Durchbiegung Keilriemen | 10 – 15 mm |
| Schmierung | Über Motorölkreislauf (Druckumlaufschmierung) |
Insgesamt wurden in den Automobilwerken Ludwigsfelde bis zur Einstellung der Produktion im Dezember 1990 genau 592.124 Lastkraftwagen gefertigt:
Etwa 71,6 % der Gesamtproduktion (rund 417.362 Fahrzeuge) gingen in den Export in über 50 Länder weltweit. Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht der wichtigsten Zielregionen und Länder, basierend auf historischen Aufzeichnungen (beispielsweise aus der IFA-Tours-Datenbank):
| Asien | Gesamt | 222.531 |
| Irak | 72.209 | |
| China | 69.337 | |
| Sowjetunion | 49.311 | |
| Vietnam | 19.202 | |
| Iran | 11.057 | |
| Jemen | 1.099 | |
| Nordkorea | 898 | |
| Kambodscha | 517 | |
| Europa | Gesamt | 154.564 |
| Ungarn | 98.000 | |
| CSSR | 27.501 | |
| Bulgarien | 16.660 | |
| Polen | 9.741 | |
| Albanien | 1.392 | |
| Jugoslawien | 1.270 | |
| Afrika | Gesamt | 26.522 |
| Mosambik | 2.960 | |
| Äthiopien | 2.500 | |
| Sambia | 2.434 | |
| Madagaskar | 706 | |
| Uganda | 406 | |
| Amerika | Gesamt | 8.950 |
| Nicaragua | 4.233 | |
| Kuba | 3.364 | |
| Kolumbien | 709 | |
| Guayana | 644 |
Hinweis: Die Zahlen basieren auf historischen Exportdaten und können in der Gesamtsumme aufgrund unterschiedlicher Erfassungszeiträume oder statistischer Rundungen leicht variieren.
Beim Nutzkraftwagen IFA L60 wird die Kupplung hydraulisch mit pneumatischer Unterstützung (Kupplungsverstärker) betätigt. Das System besteht im Kern aus dem Kupplungsgeberzylinder (am Pedalwerk) und dem Kupplungsnehmerzylinder (am Getriebe, kombiniert mit dem pneumatischen Servoteil). Ein Ausfall oder Druckverlust in diesem System führt zu unvollständigem Trennen der Kupplung oder zum Totalausfall der Betätigung.
Der Nehmerzylinder bildet beim L60 eine bauliche Einheit mit dem pneumatischen Verstärkerteil, welcher am Getriebegehäuse angeflanscht ist und auf die Ausrückwelle wirkt.
Die Zerlegung des kombinierten Nehmerzylinders erfordert aufgrund der internen, starken Druckfedern erhöhte Vorsicht.
Das System kann aufgrund der Leitungsführung und des kombinierten Verstärkers nur schwer durch reines "Pumpen" am Pedal entlüftet werden.
Nach der Montage ist das Spiel am Geberzylinder (Druckstange zum Kolben) sowie das mechanische Spiel an der Ausrückgabel zu prüfen.
Achtung beim L60: Das Kupplungsspiel (Ausrücklager zu den Anlaufring-Kupplungshebeln) muss exakt nach Werkstatthandbuch eingestellt werden. Ein zu geringes Spiel führt zum Mitlaufen des Lagers und vorzeitigem Verschleiß; ein zu großes Spiel verhindert das saubere Trennen der Kupplung, wodurch das Getriebe beim Schalten Schaden nimmt.
beim IFA S4000 ist das Aufbocken der Hinterachse in der Tat etwas kniffliger als vorne, da das typische Bananengehäuse (Achskörper) durch seine Form und den Anstellwinkel kaum gerade Auflageflächen bietet.
Direkt unter dem Differenzialgehäuse anzusetzen ist absolut richtig von dir abgewehrt – das Risiko, das Gehäuse zu beschädigen oder dass der Heber abrutscht, ist viel zu groß.
Hier sind die zwei gängigsten und sichersten Methoden, wie das in der Praxis beim S4000 gelöst wird:
Anstatt direkt an den runden Achskörper zu gehen, nutzt man die flachen und stabilen Punkte der Federung.
Deine Idee mit der Panzerwinde (Zahnstangenwinde) am Längsträger ist ebenfalls hervorragend und wird beim S4000 sehr oft angewendet – besonders wenn die Achse für Reparaturen (z.B. Federwechsel, Bremsen) komplett entlastet werden muss.
Fazit: Für einen schnellen Radwechsel ist der Weg über die Federbride/Achsplatte mit einem guten Keilholz am einfachsten. Musst du tiefer an die Bremse oder die Achse selbst heran, ist die Variante über den Längsträger mit der Panzerwinde die sicherere Wahl.
Ja, da gibt es einen wichtigen Unterschied! Wenn du Ersatz besorgst, musst du unbedingt darauf achten, für welche Antriebsart der Dämpfer ausgelegt ist.
Der Unterschied liegt in den Maßen (Länge) der Stoßdämpfer, da die Allrad-Vorderachse (LA) konstruktionsbedingt anders baut und meist höher liegt als die antriebslose Faustachse (L):
Die Aufnahme selbst ist bei beiden Varianten identisch als "Auge-Auge"-Befestigung mit einem Innendurchmesser von 16 mm ausgeführt. Auch kann man beim W50 die Dämpfer jeweils für links/rechts sowie für vorne/hinten nutzen – solange man eben strikt in der jeweiligen Kategorie (4x2 oder 4x4) bleibt.
Ein kleiner Tipp für den Wechsel:
Da der TÜV den ölfeuchten Dämpfer bemängelt hat, empfiehlt es sich bei den schweren Achsen des W50 ohnehin, die Stoßdämpfer paarweise pro Achse zu tauschen. Wenn einer das Zeitliche segnet, hat der andere meist ein ähnliches Alter und Verschleißniveau, und das Fahrverhalten bleibt so auf beiden Seiten symmetrisch.
Dieses Dokument beschreibt die technische Funktionsweise, den Austausch sowie die präzise Einstellung der Motorbremse (Auspuffbremse) des DDR-Nutzfahrzeugs IFA W50. Eine korrekt funktionierende Motorbremse ist essenziell für die Entlastung der Betriebsbremsanlage, insbesondere bei langanhaltenden Gefällestrecken im schweren Lkw- oder Expeditionsbetrieb.
Die Motorbremse des IFA W50 arbeitet nach dem Prinzip der Auspuffklappenbremse. Durch das Schließen einer im Abgasstrang integrierten Klappe wird ein kontrollierter Abgasgegendruck erzeugt. Dieser Gegendruck wirkt den Kolben im Ausstoßtakt entgegen, wodurch die Bremsleistung des Motors (Schleppleistung) erheblich gesteigert wird.
Für den Wechsel und die Einstellung werden folgende Utensilien benötigt:
Aufgrund der thermischen Belastung und Korrosion im Abgassystem ist bei der Demontage besondere Vorsicht geboten, um ein Abreißen der Stehbolzen zu verhindern.
Die korrekte Abstimmung zwischen der mechanischen Klappenstellung und der Nullförderung der Einspritzpumpe ist kritisch.
Das Gestänge zur Einspritzpumpe steuert den Regler auf Nullförderung, sobald die Motorbremse aktiv ist.
Der IFA W50 verfügt über eine hydraulisch-pneumatische Bremsanlage (allradgetriebene Modelle nutzen eine kombinierte Einkreis-Hydraulik mit Druckluftunterstützung, spätere bzw. spezifische Ausführungen auch Zweikreis-Systeme). Aufgrund der Mischtechnologie aus Druckluft und Hydraulik erfordert die Wartung der Bremsanlage präzise Fachkenntnisse, um die Betriebssicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten.
Dieser Leitfaden beschreibt detailliert das systematische Vorgehen beim Wechsel der Bremsflüssigkeit sowie das korrekte Einstellen der Trommelbremsen.
Der Wechsel der Bremsflüssigkeit erfolgt idealerweise im Zuge einer kompletten Systementlüftung. Da Luft im hydraulischen Teil kompressibel ist, führt sie zum Totalausfall oder zur drastischen Minderung der Bremsleistung.
Es wird immer am am weitesten entfernten Punkt begonnen und sich zum Hauptbremszylinder vorgearbeitet. Beim W50 bedeutet dies in der Regel:
Der IFA W50 besitzt an allen Achsen Trommelbremsen. Durch den Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel (Lüftspiel) zwischen Belag und Trommel, wodurch sich der Pedalweg verlängert. Die Bremsen des W50 sind manuell nachzustellen.
An den Ankerplatten der Räder befinden sich die außenliegenden Sechskant-Nachstellbolzen (jeweils zwei pro Rad für die auflaufende und ablaufende Bremsbacke). Die Bolzen sind über Schneckengetriebe oder Exzenter mit den Bremsbacken verbunden.
Wichtiger Hinweis zum Tragbild
Wurden neue Bremsbeläge montiert, müssen die Backen über die zentrischen oder exzentrischen Lagerungsbolzen im unteren Bereich der Ankerplatte grundauf auf die Trommelzentrierung ausgerichtet werden. Das reine Nachstellen des Lüftspiels reicht bei neuen Belägen nicht aus, da sonst nur ein Bruchteil der Belagfläche trägt.