Beiträge von Renato

    Die Zylinderlaufbuchsendes Motors 6 VD 13,5/12 SRF bestehen aus folgenden Material.

    Nur mit den genauen Werten lässt sich die Qualität von Altbeständen oder Nachfertigungen zuverlässig beurteilen.


    Hier sind die originalen technischen Fakten und Spezifikationen der DDR-Qualitätsvereinbarungen die für diese Motoren festgelegt wurden:


    Werkstoff: GGlz 320 Ni Cr 2.2 nach der DDR-Fachbereichsnorm TGL 14414.

    Chemische Zusammensetzung:

    • Chrom (Cr): 0,40 bis 0,75 %
    • Phosphor (P): 0,40 bis 0,65 %

    Härte: Die geforderte Brinellhärte der fertigen Buchse beträgt HB 260 ± 20.

    Gefüge: Der Aufbau des Metallgefüges ist nach TGL 7305 definiert.

    Ersatzteil- und Zeichnungsnummern: Die Zylinderlaufbuchsen wurden werkseitig unter verschiedenen Zeichnungsnummern geführt, darunter 002.111, 002.247, 002.340 und 002.382.


    Wichtig für die Zuordnung bei gebrauchten Buchsen: Jede originale Laufbuchse besitzt eine eindeutige Kennzeichnung auf dem Bund, die das Herstellerzeichen, die Maßgruppe (wichtig für die Kolbenpaarung) sowie die Kalenderwoche und das Herstellungsjahr enthält.


    Innerhalb der Nutzkraftwagen- und Landmaschinenindustrie der DDR spielten die Sechszylinder-Dieselmotoren (6VD) eine zentrale Rolle. Obwohl beide Triebwerke aus dem IFA-Kombinat stammten, unterschieden sie sich hinsichtlich ihrer Entwicklungsgeschichte, ihrer technischen Spezifikationen und ihrer vorgesehenen Einsatzgebiete grundlegend.

    Entwicklungszeitraum und Historie

    • Schönebeck (Dieselmotorenwerk Schönebeck): Die Entwicklung der Großdiesel-Baureihe (insbesondere 6VD 14,5/12) reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Schönebeck war traditionell auf schwerere Aggregate für Traktoren (z. B. ZT-Reihe), Mähdrescher (E 516/E 517) und Stationäranlagen spezialisiert.
    • Nordhausen (VEB IFA Motorenwerke Nordhausen): In Nordhausen lag der Fokus lange Zeit auf den Vierzylindermotoren für den LKW IFA W50. Parallel dazu entwickelte man ab Ende der 1960er und verstärkt in den 1970er/1980er Jahren eigene Sechszylindermotoren (wie die Baureihen 6VD 13,5/12 sowie Prototypen wie den 6VD 12,5/12) als Nachfolge- und Leistungsklasse für den LKW IFA L60 und spätere Fahrzeuggenerationen.

    Die Motoren im direkten Vergleich

    Hauptsächlicher EinsatzSchwerlast, Landtechnik, Mähdrescher, GeneratorenNutzkraftwagen (z. B. IFA L60), Spezialfahrzeuge
    Bohrung × Hub120 mm × 145 mm (Hubraum ~9,8 Liter)120 mm × 135 mm (Hubraum ~9,2 Liter)
    BrennverfahrenDirekteinspritzung (MAN-Lizenz / M-Verfahren)Eigenentwickeltes H-Verfahren (lizenzfrei)
    KonstruktionsfokusDrehmomentstarkes, langlebiges SchwerkraftaggregatHöhere Drehzahlfestigkeit, LKW-Tauglichkeit


    Leistungsfähigkeit und Innovation

    • Der leistungsfähigere Motor: Die leistungsstärksten Sechszylinder-Aggregate kamen klar aus Nordhausen. Durch moderne Aufladung und Ladeluftkühlung erreichten die Nordhäuser Entwicklungen Nennleistungen von 210 kW (285–290 PS) (in späteren Weiterentwicklungen/Prototypen und Nach-Wende-Ausführungen wie der Verwandtschaft zur Kirloskar-Lizenz mit über 310 PS). Damit übertraf Nordhausen die Schönebecker 14,5er-Baureihe bei der Spitzenleistung deutlich.
    • Der modernere Motor: Auch in puncto Technologie war der Nordhäuser 6VD das fortschrittlichere Triebwerk. Er nutzte das lizenzfreie, thermodynamisch optimierte H-Brennverfahren (Hyperboloid-Verfahren). Es bot einen besseren Wirkungsgrad, ein moderneres Verbrennungsverhalten und war speziell auf höhere Drehzahlen sowie den mobilen Nutzkraftwagen-Einsatz ausgelegt.


    1. Der Schönebecker 6VD (Baureihe 14,5/12)
    Der klassische und am weitesten verbreitete 6-Zylinder aus dem VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck ist der 6 VD 14,5/12.

    • Konstruktion: Er ist der „große Bruder“ des bekannten W50-Motors (4VD 14,5/12). Er teilt sich mit diesem die Zylinderlaufbuchsen, Kolben und den Hubweg.
    • Hubraum: 9.840 cm³ (9,8 Liter).
    • Kühlung: Es gab ihn sowohl wassergekühlt (SRW) als auch luftgekühlt (SRL).
    • Leistung: Je nach Ausführung und Einsatzzweck 100 bis 190 PS (z. B. 150 PS im Feldhäcksler Fortschritt E 280 oder bis zu 190 PS im Autodrehkran ADK 125).
    • Einsatzgebiete: Schwere Landmaschinen (Feldhäcksler, Mähdrescher), Mobilkräne, Schienenfahrzeuge (wie die Rangierlok V10C) und stationäre Notstromaggregate.


    2. Der Nordhäuser 6VD (Baureihe 13,5/12)

    Der 6-Zylinder aus dem VEB IFA Motorenwerk Nordhausen ist eine deutlich modernere Neuentwicklung der späten 1980er Jahre, bekannt als 6 VD 13,5/12 SRF.

    • Konstruktion: Völlig eigenständige, neu konstruierte Baureihe mit verringertem Hub. Er verfügt über das weiterentwickelte MAN-Direkteinspritzverfahren (M-Verfahren bzw. Hyperboloid-Verfahren).
    • Hubraum: 9.160 cm³ (7,7 Liter) – er ist damit deutlich kompakter und hubraumkleiner als der Schönebecker Motor.
    • Kühlung: Grundsätzlich wassergekühlt.
    • Leistung: 180 PS als Saugmotor (konzipiert für spätere Leistungssteigerungen per Turbolader bis 290 PS).
    • Einsatzgebiete: Dieser Motor wurde gezielt als Nachfolger für den W50-Motor entwickelt und exklusiv für den neuen IFA-Lkw L60 aus Ludwigsfelde gebaut.



    Die technischen Hauptunterschiede im Überblick


    Genaue Bezeichnung6 VD 14,5/12 SRW / SRL6 VD 13,5/12 SRW / SRF
    Hubraum9.840 cm³ (ca. 9,8 Liter)9.160 cm³ (ca. 9,2 Liter)
    Bohrung × Hub120 mm × 145 mm120 mm × 135 mm
    Hauptsächlicher EinsatzTraktoren (ZT 320/323), Feldhäcksler (E 281), Fahrzeugkrane (ADK 125), Lokomotiven (V10C)IFA LKW L60 (Nachfolger des W50)
    LeistungJe nach Variante 150 bis 190 PS (teilweise bis 220 PS)180 PS (Sauger), später für Euro-Normen weiterentwickelt Leistungssteigerungen per Turbolader bis 290 PS
    KühlungsartMeist wassergekühlt (SRW), existiert aber auch als luftgekühlte Variante (SRL für Loks)Primär wassergekühlt (SRW / SRF)
    Charakter Schwerer, bulliger Industriemotor Modernerer, kompakterer Lkw-MotorModernerer, kompakterer Lkw-Motor



    Während der Schönebecker 6VD als großvolumiger Klassiker die schwere Landtechnik prägte, stellte die Nordhäuser 6VD-Baureihe die modernste und mit bis zu 210 kW (290 PS) leistungsstärkste Stufe des DDR-Sechszylinder-Dieselmotorenbaus dar. Der 6 VD 13,5 /11,8 aus Nordhausen, wird heute noch in Indien als weiterentwickelter Motor KIRLOSKAR 6SL 1500TA G3 und KIRLOSKAR 6SL8800TA produziert, mit Ladeluftkühlung leistet er 310 PS. Einen solchen Motor kann man im IFA Museum Nordhausen besichtigen.


    Zusammenfassend verkörperte der Schönebecker 6VD das robustere Arbeitstier für maximale Belastungen in der Agrarwirtschaft, während der Nordhäuser 6VD die modernere Weiterentwicklung für den mobilen Güterverkehr darstellte.


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    Typenschild 6VD aus Nordhausen


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    Der Motor KIRLOSKAR 6SL 1500TA G3 und KIRLOSKAR 6SL8800TA produziert, mit Ladeluftkühlung leistet er 310 PS. Einen solchen Motor kann man im IFA Museum Nordhausen besichtigen.

    Bei einem Saugschwerdiesel (wie dem IFA W50 mit 125 PS aus ca. 6,5 Litern Hubraum) bringt eine milde Aufladung von 0,3 bis 0,5 bar Ladedruck überschlägig einen Leistungsgewinn von ca. 20 bis 35 PS.

    Das entspricht einer Endleistung von etwa 145 bis 160 PS.

    Die Faustformel zur Berechnung

    Der atmosphärische Umgebungsdruck liegt bei ca. 1,0 bar (absolut).

    • Ohne Turbo (Sauger): 1,0 bar Luftdruck \rightarrow 125 PS (100 % Füllung als Basis).
    • + 0,3 bar Ladedruck: + 30\,\% theoretische Luftmasse \rightarrow netto ca. + 15 \text{ bis } 20\,\% Mehrleistung.
    • + 0,5 bar Ladedruck: + 50\,\% theoretische Luftmasse \rightarrow netto ca. + 25 \text{ bis } 30\,\% Mehrleistung.

    Der reale Leistungsgewinn liegt unter dem rein rechnerischen Luftzuwachs, weil der Turbolader Abgasgegendruck erzeugt und die aufgeladene Luft sich erwärmt (geringere Dichte, sofern kein Ladeluftkühler verbaut ist).

    Leistung vs. Drehmoment (Der eigentliche Effekt)

    Während der reine PS-Zuwachs auf dem Papier moderat klingt, verändert sich die Charakteristik des Motors spürbar:

    • Spitzenleistung (PS): Steigt um ca. 20–35 PS.
    • Drehmoment (Nm): Steigt überproportional stark – oft um 20 bis 40 %, und das vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich.

    Ein Motor, der als Sauger ca. 420 Nm stemmt, kommt mit 0,4 bar Ladedruck schnell auf 500 bis 530 Nm.

    Was bedeutet das in der Praxis beim M-Verfahren?

    1. Rauchfreie Verbrennung statt Riesen-PS-Sprung: Beim M-Motor nutzt man diesen geringen Ladedruck primär, um dem Motor bei hoher Last ausreichend Sauerstoff zur Verfügung zu stellen. Er verbrennt den Kraftstoff sauberer und klettert am Berg deutlich schaltfauler, ohne dass sofort schwarzer Rauch aufsteigt.
    2. Thermische Schmerzgrenze: Genau dieser Bereich von 0,3 bis maximal 0,4 bar ist bei M-Motoren ohne tiefgreifende Modifikationen (wie Kolbenbodenkühlung und Ladeluftkühler) das absolute Maximum. Mehr Ladedruck erhöht die Temperatur in der Mittenkugel des Kolbens so drastisch, dass das Risiko von Materialschäden exponentiell ansteigt.

    Hallo zusammen,

    immer wieder taucht die Frage auf, ob und wie man Saugmotoren mit dem M-Verfahren (wandverteilende Einspritzung mit Mittenkugel im Kolben) sinnvoll mit einem Abgasturbolader nachrüsten kann. Das Prinzip klingt verlockend: Mehr Luft rein, mehr Diesel verbrennen, deutlich mehr Drehmoment.

    Beim M-Verfahren stößt man dabei allerdings auf prinzipbedingte physikalische und thermische Grenzen. Hier ist eine Übersicht, warum eine Aufladung bei diesem Verfahren prinzipiell problematisch ist, warum sie fast immer auf die Lebensdauer geht und was man beachten muss, wenn man das Wagnis trotzdem eingehen will.

    Warum das M-Verfahren und Turboaufladung Gegenspieler sind

    Das M-Verfahren lebt nicht von der feinen Zerstäubung in der Luft, sondern vom gezielten Auftragen eines dünnen Kraftstofffilms auf die heiße Wand der kugelförmigen Kolbenmulde. Der Diesel verdampft dort kontrolliert und wird vom definierten Luftdrall abgetrennt. Das sorgt für den leisen, klopfarmen Lauf – bringt aber bei Aufladung massive Hürden mit sich:

    • Thermische Überlastung der Kolbenwand: Der Kraftstofffilm benötigt ein sehr enges Temperaturfenster an der Kugelwand (ca. 300–380 °C). Durch den Ladedruck steigen die Verdichtungsend- und Verbrennungstemperaturen stark an. Wird die Wand zu heiß, "crackt" der Kraftstoff sofort (thermische Zersetzung). Es bildet sich Ölkohle, die Einspritzung verkokt und der Motor rußt massiv oder brennt durch.
    • Geometrie und Düsenlage: Die Zapfendüse spritzt den Kraftstoff in einem sehr flachen, schrägen Winkel an die Kugelwand. Durch den höheren Druck und die veränderte Luftdichte im aufgeladenen Brennraum kann der Strahl abgelenkt werden oder prallt unkontrolliert ab, statt sich als dünner Film an die Wand zu legen.
    • Gestörter Luftdrall: Der Drall im Zylinder ist strömungstechnisch exakt auf den Saugbetrieb abgestimmt. Hohe Ladedrücke verändern die Dichte und das Strömungsverhalten im Zylinder – das schichtweise "Abschälen" des verdampfenden Kraftstoffs gerät aus dem Takt.
    • Verschleiß & Laufleistung: Da das M-Verfahren die thermische Last stark auf die Kolbenmulde konzentriert, führt der zusätzliche Verbrennungsdruck des Turbos zu extremen Wechselbeanspruchungen am Kolbenboden und an den Pleuellagern. Eine Aufladung geht beim M-Motor fast zwangsläufig direkt auf die Lebensdauer.

    Nachrüstung geplant? So minimiert man das Risiko eines Motorschadens

    Wer das Projekt "Turbo am M-Motor" trotz der Einschränkungen umsetzen möchte, sollte keine Höchstleistungen erwarten und die folgenden Maßnahmen berücksichtigen, um den Motor nicht auf den ersten 1.000 Kilometern zu himmeln:

    1. Moderater Ladedruck & Mäßigung bei der Fördermenge: Schluss bei ca. 0,3 bis maximal 0,5 bar Ladedruck. Die Einspritzmenge an der Einspritzpumpe darf nur behutsam angepasst werden. Wer meint, Ruß mit noch mehr Diesel beikommen zu müssen, überhitzt den Kolben im Zeitraffer.
    2. Effektive Ladeluftkühlung (LLK): Ein Muss bei diesem Verfahren. Die Ladeluft muss so kühl wie möglich in den Zylinder, um die Verdichtungsendtemperatur abzusenken und das Temperaturfenster an der Kolbenwand im grünen Bereich zu halten.
    3. Kolbenbodenkühlung nachrüsten/prüfen: Ohne eine gezielte Ölspritzkühlung von unten gegen den Kolbenboden haben die Kolben bei Aufladung kaum eine Überlebenschance.
    4. Abgastemperatur akribisch überwachen: Der Einbau einer Abgastemperaturanzeige (Pyrometer) direkt vor dem Turbolader ist Pflicht. Unter Volllust sollte die Abgastemperatur dauerhaft nicht über 600–650 °C steigen.
    5. Einspritzdüsen und Spritzbeginn exakt prüfen: Das Strahlbild der Zapfendüse und der richtige Spritzbeginn müssen absolut penibel eingestellt sein. Schon kleine Abweichungen im Spritzwinkel führen bei erhöhter Verbrennungstemperatur zum Abbrand am Muldenrand.

    Fazit:

    Technisch möglich ist eine milde Aufladung, wie einige historische Versuche und Umbauten zeigen. Allerdings erkauft man sich das Drehmoment immer mit einem erhöhten Risiko für Kolbenschäden und reduziertem Restleben des Motors. Wer Standfestigkeit sucht, belässt den M-Motor am besten beim bewährten Saugbetrieb.

    Wie sind eure Erfahrungen oder Bedenken dazu?

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    Die Modellvarianten der Baureihe TAKRAF DFG 2002 (Nenntragfähigkeit 2,0 Tonnen / 20 kN) vom VEB Verlade- und Transportanlagen (VTA) Leipzig unterscheiden sich primär in der Konstruktion des Hubgerüstes (Sichtverhältnisse), dem Karosseriekonzept sowie teils in der Motorisierung und Antriebstechnik.

    Key-Differences im Überblick

    Präzisionsstapeln, Spezial- & Freisichteinsätze

    Bauart / KonzeptionÜberarbeiteter Frontstapler (Weiterentwicklung)Hubmast-AusführungOptimiertes Standard-HubgerüstSichtverhältnisseLeicht verbessert gegenüber 1NMotorisierung (meist)3 NVD 12,5/9 / Multicar 4 VD 8,8/8,5-13 NVD oder 4 VD 8,8/8,5-23 NVD 12,5/9 (luftgekühlt)
    EinsatzschwerpunktAllgemeine Verladearbeiten (Standardnachfolger)

    Die Varianten im Detail

    DFG 2002 / 1N

    • Konstruktion: Die Basisversion der Serie mit einem konventionellen, mittig angeordneten Hubmast.
    • Motorisierung: Häufig angetrieben durch den luftgekühlten 3-Zylinder-Robur-Dieselmotor 3 NVD 12,5/9 oder je nach Baujahr durch den 4-Zylinder-Dieselmotor 4 VD 8,8/8,5-1 SRF (Multicar-Verwandtschaft).
    • Besonderheiten: Erste Generation der 2-Tonnen-N-Serie mit Standard-Komponenten bezüglich Hydraulik und Getriebe.

    DFG 2002 / 2N

    • Konstruktion: Die weiterentwickelte Modellpflege der Standard-Frontstapler-Bauform.
    • Verbesserungen: Detailanpassungen an der Hydraulikanlage (ORSTA-Hydrauliksteuerung), geänderte Bedienelemente und modifizierte Brems- sowie Lenkanlagen zur Steigerung der Bedienerfreundlichkeit und Wartungsfreundlichkeit.
    • Motorisierung: Weiterhin luftgekühlte Aggregate (vorrangig 4 VD 8,8/8,5-2 SRF bzw. überarbeitete Robur 3 NVD-Varianten).

    DFG 2002 / 3N („Panorama“)

    • Konstruktion: Völlig abweichendes Hubgerüst-Konzept im Vergleich zu 1N und 2N. Das Hubgerüst bzw. die Auslegerkonstruktion ist so platziert (seitlich/versetzt), dass der Fahrer freie Sicht auf das Ladegut und die Verkehrswege hat.
    • Besonderheiten:
      • Wegen des Freisicht-Konzepts oft als Panorama- oder Seitenarmstapler bezeichnet.
      • Speziell konzipiert für Umgebungen, in denen präzises Aufnehmen von Paletten bei uneingeschränkter Sicht nach vorn erforderlich war.
      • Spezifische Arbeits- und Lenkzylinder-Ausführungen im Vergleich zu den Standard-Frontstaplern.

    Die technischen Maße und Spezifikationen für dieses spezifische Modell lauten:

    • Gewindegröße Spurstange: M24 (Standardgewinde für die 3N/3NW Panorama-Achse)
    • Konusgröße (Radträger): M16
    • Kopfdurchmesser: 48 mm
    • Gesamtlänge: 109 mm

    Es gibt innerhalb der alten Takraf DFG 2002 Baureihen (z. B. Unterschiede zwischen den Modellen /1N, /2N und den /3N Panorama-Modellen) minimale Abweichungen bei den Lenkachsen. Messe unbedingt den Kopfdurchmesser (48 mm) sowie das Gewinde an der Spurstange, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

    Bezugsquellen für Ersatzteile Der AWT-Shop Spurstangenkopf M24 führt das exakte Neuteil für die 3N-Panoramaserie unter der Artikelnummer 116995733501.


    https://www.awt-shop.de/de/tak…TA2KrQq4L-_C1Clix8kK9Aznj

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    1. Einleitung und Herstellverfahren

    Nasse Zylinderlaufbuchsen in hochbeanspruchten Nutzfahrzeugmotoren unterliegen extremen thermischen und mechanischen Belastungen. Um diesen Anforderungen bezüglich Verschleißfestigkeit, Notlaufeigenschaften und Formstabilität gerecht zu werden, kommt vorrangig legierter Grauguss mit Lamellengraphit zum Einsatz, hergestellt im Schleudergussverfahren.

    Das Schleudergussverfahren sorgt durch die hohen Fliehkräfte während des Erstarrungsprozesses für ein nahezu lunkerfreies, hochdichtes Werkstoffgefüge mit einer feinen, gleichmäßigen Ausrichtung der Graphitlamellen.

    2. Werkstoffanalyse IFA 4 VD (4 VD 14,5/12-1 SR)

    Bei den Zylinderlaufbuchsen der IFA-Motorenbaureihe 4 VD (Motorenwerk Nordhausen) orientierte sich die Materialzusammensetzung an den DDR-Standards TGL 14401 bzw. TGL 8418 für legierten Zylinderguss. Die Grundlegierung entspricht im Wesentlichen einem GG-25 CrCu bzw. GG-25 CrMo.

    Typische Richtanalyse der chemischen Zusammensetzung:

    • Eisen (Fe): Basis (ca. 92,0 – 93,0 %)
    • Kohlenstoff (C): 3,20 – 3,50 % (für Lamellengraphitausbildung / Schmiermittelspeicher)
    • Silizium (Si): 1,80 – 2,20 % (Steuerung der Graphitisation)
    • Mangan (Mn): 0,60 – 0,90 % (Verfestigung der perlitischen Matrix, Bindung von Schwefel)
    • Chrom (Cr): 0,30 – 0,60 % (Karbidbildner, Erhöhung der Verschleiß- und Temperaturbeständigkeit)
    • Kupfer (Cu): 0,50 – 0,80 % (Perlitstabilisierung)
    • Phosphor (P): 0,20 – 0,50 % (Ausbildung des hart-spröden Steadits/Phosphideutektikums)
    • Schwefel (S): max. 0,12 %

    Gefügeausprägung: Vollständig perlitisches Grundgefüge (> 95 %) mit feinverteiltem Phosphidnetzwerk.

    3. Werkstoffanalyse Mercedes-Benz SK (Motorenreihe OM 401, OM 441, OM 442 u. a.)

    Die nassen Laufbuchsen der Heavy-Duty-Motorenfamilie Mercedes-Benz SK (Schwere Klasse) bestehen aus höher legiertem Schleuderguss nach DIN EN 1561 bzw. internen Werksnormen (entspricht im Wesentlichen GJL-250 / GJL-300 legiert mit CrMoP).

    Typische Richtanalyse der chemischen Zusammensetzung:

    • Eisen (Fe): Basis (ca. 92,5 – 93,5 %)
    • Kohlenstoff (C): 3,00 – 3,40 %
    • Silizium (Si): 1,60 – 2,00 %
    • Mangan (Mn): 0,60 – 1,00 %
    • Chrom (Cr): 0,40 – 0,70 %
    • Molybdän (Mo): 0,20 – 0,50 % (Erhöhung der Warmfestigkeit und Brandspurfestigkeit)
    • Phosphor (P): 0,30 – 0,60 % (Ausbildung eines ausgeprägten Steadit-Netzwerks)
    • Schwefel (S): max. 0,10 %

    4. Technischer Vergleich und Werkstoffunterschiede

    1. Legierungskonzept: Während bei den IFA 4 VD-Laufbuchsen zur Perlitstabilisierung primär eine Chrom-Kupfer-Kombination (CrCu) genutzt wurde, setzte Mercedes-Benz verstärkt auf eine Chrom-Molybdän-Legierung (CrMo). Molybdän erhöht signifikant die Warmfestigkeit und Schockresistenz bei hohen Drücken und Aufladungsgraden.
    2. Tribologisches System: Beide Werkstoffe verfügen über ein ausgeprägtes Phosphideutektikum (Steadit). Dieses bildet ein mikroskopisches Hartstoffgerüst im weicheren Perlit, das bei Verschleiß leicht erhaben stehen bleibt und mikroskopische Öltaschen zur dauerhaften Schmierung bildet.