Chronologische Übersicht der IFA-Prototypen (1958–1990)
- 1958 – 1962: IFA G5/3 (Dreiachser-Prototyp)
- Details: Entwickelt im VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau als Nachfolger des G5. Er diente als technologische Basis für spätere 6x6-Entwicklungen in Ludwigsfelde. Das Projekt wurde schließlich zugunsten des W50-Programms eingestellt. Die Erfahrungen flossen in die späteren Radformel-6x6-Funktionsmuster ein.
- Um 1959/1960: IFA S4500 Sattelzug (SZB)
- Details: Der S4500 war ein Übergangsmodell zwischen dem H6 und dem späteren W50. Besonders bekannt ist der Prototyp eines Sattelzugs mit Bierauflieger (SZB), der für die Brauerei Zwickau entworfen wurde.
- 1962 – 1965: NKW IFA W45 (W50-Vorläufer)
- Details: Unmittelbarer Vorläufer des W50. Er wurde als Testträger für den LKW W50 genutzt
- 1966: NKW IFA 515 L
- Details: Erster eigenständiger Ludwigsfelder Versuch eines W50-Nachfolgers mit 150 PS 6-Zylinder-Motor. Die Erprobung wurde 1969/70 wegen technischer Probleme abgebrochen.
- 1967: Prototyp NKW IFA W50 819
- Details: Ein W50-Prototyp mit dem stärkeren 6-Zylinder-Motor 6VD 14,5/12 SRW.
- 1969 – 1974: IFA 1013 (Reihe F100)
- Details: Prototypen mit dem neuen, kippbaren Fahrerhaus 6400.
- 1971: NKW IFA W50 Radformel 6x6
- Details: Erste Funktionsmuster einer dreiachsigen Allrad-Variante des W50.
- 1974 – 1981: IFA L60 (Reihe F200)
- Details: Die Hauptentwicklungsphase des L60 mit 180 PS Motor. Ein bekannter Vertreter ist der F225 (1977).
- 1976 – 1980: IFA L60 Radformel 6x6
- Details: Dreiachsige L60-Prototypen mit Fahrerhaus 6400 und Testläufe mit einem Volvo-Fahrerhaus.
- 1981 – 1984: NKW W53 (Reihe F600)
- Details: Diese Funktionsmuster (FUM L65 und F600) nutzten das bewährte W50-Kippfahrerhaus kombiniert mit der neuen L60-Technik (132 kW/180 PS)
- 1982 – 1983: Reihe F500 (NKW W50)
- Details: Geplante Modernisierung des W50 (W51/W52) mit Kippfahrerhaus, die jedoch zugunsten des L60 abgebrochen wurde.
- 1984 & 1990: IFA 1218 / 1318 (West-Fahrerhäuser)
- Details: Späte Versuche, die IFA-Technik mit modernen Fahrerhäusern von Steyr (1984) und Mercedes-Benz (LK-Klasse, 1990) zu marktfähig zu machen.