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Motor-Rückrufaktion (Stahlgusskolben) |
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| 19.02.2010 17.10 | WalterR | Motor-Rückrufaktion (Stahlgusskolben) |
L-60, Motor-Rückrufaktion (Stahlgusskolben)
Es ist Tatsache, im Vorwende- bis Wendezeitraum gab es vom IFA Werk Ludwigsfelde eine Rückrufaktion für L-60 Motore mit Stahlgusskolben. Die Spuren, dass diese Aktion nicht 100% tig umgesetz wurde, führen bis in die heutige Zeit. Berichte über Motorcrash’s mit L-60 Stahlgusskolben bestätigen das.
Damals wurde das Problem, im Auftrag des IFA Werk’s Ludwigsfelde, in regionalen Vertragswerkstätten behoben. In diese L-60 mit Rückrufmotor wurden dann neue Alukolben, Laufbuchsen, Kopfdichtungen usw. montiert. Die Motore liefen danach wieder einwandfrei.
Auf meine Nachfrage, im Jahr 2008, hatte mir das IFA Ersatzteillager in Ludwigsfelde bestätigt, dass wegen solcher Motorcrash’s noch keine neue Kurbelwelle bestellt wurde.
Hinweis: Die Export L-60 hatten damals bei Auslieferung generell Alu-Kolben. Hier hat man sich auf keine Experimente eingelassen und ging sofort auf Nummer sicher.
Zur Info: In der DDR wurde von Seiten des Staates darauf gedrungen Matarialimporte aus dem Ausland, hier Aluminium, zu reduzieren und durch einheimische preiswertere Materialien, in dem Fall Stahlguss zu ersetzen. Die Umsetzung der Massnahme erfolgte wie vom Staat gefordert.
Im Berufskraftfahrer Alltag, ist das Experiment zeitnah gescheitert. Die beladenen L-60 wurden im Langstreckenbetrieb voll gefordert und unter Lastbedingungen traten diese Motor- Kolbenprobleme bei Fahrleistungen bis zu 50.000 km auf. Bemerkenswert ist, dass der Kolbendefekt oft nur an einem von den 6 Kolben auftrat, die anderen 5 Kolben waren absolut in Ordnung. In IFA Werkstätten erfolgte die Motorreparatur wie oben beschrieben.
Man beachte, Schadensmeldungen von Kommunal Kfz. wie (NVA, Feuerwehr, THW) um den Vorwende- / Wendezeitraum herum >Fehlanzeige<.
Diese Fahrzeuge waren und sind bis heute noch, z.B. beim THW, als Kommunal Kfz. unter mittleren Lastbedingungen u. damit ohne Probleme im Einsatz. Viele dieser LKW’s wurden inzwischen von den Kommunen verkauft und machten erst in den letzten Jahren durch Motorschäden wieder Schlagzeilen. Die neuen Hobby L-60 Fahrer haben Leistung von den LKW’s abverlangt u. dann traten die genannten Probleme auf. Laut meinen Recherchen, hat es nicht immer Motorcrash’s mit Stahlgusskolben gegeben. Bei manchen Stahlgusskolben haben die Stahlringeinsätze nur ein ganz geringes Spiel im Kolben bekommen und damit Geräusche verursacht, die den Fahrer von allein in die Werkstatt führten. Neue Alukolben incl. Laufbuchsen usw. behoben auch hier das Problem.
In den Wirren der Vorwende- / Wendezeit wurde diese Rückrufaktion erfolgreich in den Verkehrsbetrieben umgesetzt, doch die NVA bzw. die übernehmende Bundeswehr hatte das Thema scheinbar verpasst. Im Wendezeitraum wurden viele gute L-60 LKW’s von der NVA/Bundeswehr an Feuerwehren, THW’s und an Privatpersonen verkauft, damit hatte die NVA/ Bundeswehr das Thema schnell vom Tisch.
Nach meinen Recherchen trifft das Thema Stahlgusskolben vorrangig auf das Motor-Baujahr 1989 zu. Nach den damaligen Schadensvorfällen, gab es in Ludwigsfelde schnell wieder grünes Licht für den generellen Einsatz von Alukolben für die L-60 Motore.
Auf Wunsch hätte ich für Technikfan’s noch einen Beitrag u. Bilder zum Thema.
Gruss |
| 20.02.2010 09.38 | winks | |
Servus,
dann schick mir mal bitte die ganzen Infos zu diesem Thema.
Gern per mail an folgende Addy:
ov-doebeln@thw.de
Danke dir!
Gruß Christian
PS: Von unserem L60 wird auch Leistung abverlangt - ich rede aus Überzeugung ;-) |
| 22.02.2010 18.07 | WalterR | |
Hallo Christian,
In diesem Forum müssen wir nicht immer einer Meinung sein, aber wir sollten dazu fähig sein eine sach- und fachgerechte Diskussion zu führen.
Deine Einstellung scheint mir davon etwas entfernt zu sein.
Du hast, wie jeder andere auch, die Möglichkeit deine Gedanken hier
in Form eines Beitrag's niederzuschreiben.
PS: Vielleicht solltest Du dich zuvor mit den THW Leuten abstimmen, die bei den grossen LKW Treffen das Wort führen.
Gruss |
| 22.02.2010 18.26 | Christian H | |
Original von WalterR
Hallo Christian,
In diesem Forum müssen wir nicht immer einer Meinung sein, aber wir sollten dazu fähig sein eine sach- und fachgerechte Diskussion zu führen.
Deine Einstellung scheint mir davon etwas entfernt zu sein.
Du hast, wie jeder andere auch, die Möglichkeit deine Gedanken hier
in Form eines Beitrag's niederzuschreiben.
PS: Vielleicht solltest Du dich zuvor mit den THW Leuten abstimmen, die bei den grossen LKW Treffen das Wort führen.
Gruss
Hat der Rest hier etwas verpasst ?
?(
Christian H |
| 22.02.2010 22.10 | L-60 Quäler | |
scheint so ....:D :D :D :D :D :D
gruß |
| 22.02.2010 22.57 | soko-030 | RE: Motor-Rückrufaktion (Stahlgusskolben) |
verstanden hin, verstanden her!?
@wolfgang!
hast du dennn noch mehr infos zu den stahlgusskolben?
mein l60 ist bj 1988, ich denke er hat solche. es gibt meinungen das der l60-motor orginal immer st-guss-kolben hatte!?
ich fand übrigens deinen beitrag über das wechseln der einspritzüsen sehr gut! mit welchem werkzeug hast du die düsen denn aus dem kopf gezogen?
viele grüsse
steffen |
| 22.02.2010 23.17 | Christian H | |
Klick
Spannend ab Seite 535
Christian |
| 23.02.2010 10.48 | winks | |
Original von WalterR
Hallo Christian,
In diesem Forum müssen wir nicht immer einer Meinung sein, aber wir sollten dazu fähig sein eine sach- und fachgerechte Diskussion zu führen.
Deine Einstellung scheint mir davon etwas entfernt zu sein.
Du hast, wie jeder andere auch, die Möglichkeit deine Gedanken hier
in Form eines Beitrag's niederzuschreiben.
PS: Vielleicht solltest Du dich zuvor mit den THW Leuten abstimmen, die bei den grossen LKW Treffen das Wort führen.
Gruss
Bevor ich nun rumzick wie ein Mädel :-D :
schick doch bitte einfach die Beiträge und Infos per e-mail ..... Meine Spitze war nur ein Augenzwinkern auf deine Äußerung bezüglich das L60 beim THW nicht soooooooooooo rangenommen werden...es war keinesfalls eine negative Äußerung und sollte nur etwas schmunzeln beitragen :-D
und welche großen Leute meinst du denn?? |
| 23.02.2010 13.01 | adk-70 | |
Ist das eigentlich normal das immer irgendwer rumstänkern muss, ich habe letztens mit dem Entwickler dieses Motors telefoniert und über das Kolbenproblem gesprochen aberb wenn das hier so läuft hab ich auch kein Bock darüber zu schreiben. |
| 23.02.2010 18.54 | WalterR | |
Hallo,
es allen Recht zu machen, geht nicht, das wissen wir. Also, stellen wir uns auf Kritik ein, über die wir dann diskutieren können und die zu einem positiven Ergebnis führen sollte.
Das mein Startbeitrag den Leuten Kopfschmerzen bereitet, die derzeit einen L-60 von dem speziellen Baujahr verkaufen wollen, damit habe ich schon gerechnet, doch aus der Richtung kam keine Kritik.
Bei einzelnen Antworten (Beiträgen) entsteht der Eindruck, dass weniger die Technik von Interesse ist, sondern man sucht das Haar in der Suppe. Am Ende wird ein Beitrag dann zerredet.
Mein Startbeitrag ist nicht in 5 Minuten entstanden. Es sind eigene Erfahrungen und auch eine Zusammenfassung aus Gesprächen mit erfahrenen Werkstattleuten bzw. ehemaligen L-60 Fahrern, die noch bereit sind dieses Fachwissen aus ihrem Berufsleben zu vermitteln. Man bekommt von diesen Leuten Fachinformationen, die sind in keinem Lehrbuch zu finden.
Ich kann es mir schwer vorstellen, dass die Mitglieder dieses Forum’s sich nun weniger für Technik interessieren sollten.
Gruss |
| 23.02.2010 22.19 | winks | |
ich versteh es nicht.....
nochmal:
Bitte schick mir doch bitte diese Daten bzw. Erfahrungen, Erlebnisse usw. zu den Kolbenproblem!
Und NEIN ich will das nicht wissen weil wir unseren Verkaufen wollen! Wir wollen unseren so lange es geht für die Nachwelt erhalten und sind ständig glücklich über Hinweise und Erfahrungen um Schäden und ähnliches zu vermeiden!!!! |
| 24.02.2010 17.49 | WalterR | |
Hallo Soko-030 und Hallo ADK-70
Wenn Ihr zu der Thematik etwas schreiben wollt, dann würde ich Euch bitten es in dieser Runde zu tun. Ich bin interessiert.
Hallo Winks,
Zum Thema: L-60 Motorschaden (Stahlgusskolben)
Ich werde das Thema mit dieser Bezeichnung als neuen Beitrag einstellen. |
| 03.03.2010 13.42 | Florian Jänsch | |
Hallo in die Runde,
habe bei unserem L60 einen Motorschaden gehabt (Kavitation an den Laufbuchsen, dadurch Undichtigkeit, und Kühlwasser im Öl).
Beim öffnen des Motors, kamen die GGG-Kolben zum Vorschein, und wurden durch Alu-Kolben ersetzt. Dewr L60 hatte damals "komunale" 30.000km drauf.
Das Kavitationsproblem ist leider typisch für den L60, es wurden dann andere Laufbuchsen (zusätzlicher O-Ring am oberen Bund verbaut, dadurch Entkoppelung und geringere Schwingungsneigung). Deshalb hat der "originale" Nordhäuser ATL-Motor auch eine geringere Bohrung bei gleichem Hub (Kolbendurchmesser 118mm statt wie 120mm beim Sauger)
Umbau war unproblematisch, keine Probleme bis jetzt....
Die GGG-Kolben wurden zuerst mit einer Brennraummulde aus Nimonic 80A,
später ersetzt durch einen Warmarbeitstsahl (billiger und durch wesentlich geringeren Nickelgehalt auch importunabhängiger), produziert.Steht in dem von Walter R. empfohlenen Buch.
Gruß
Florian |
| 06.03.2010 14.32 | WalterR | |
Hallo Florian,
Dein Beitrag mit den Stahlgusskolben u. Buchsen (Ursache war Kavitation) ist interessant. Dann war das kein Motorkrash in dem Sinne, sondern ein erkennbarer Schaden, der dann planmässig repariert wurde.
Weitere Infos dazu würden mich interessieren.
Gruss |
| 08.03.2010 14.32 | Florian Jänsch | |
Hallo Walter,
das Problem mit der Kavitation an den Laufbuchsen war wohl bekannt. Durch den hohen, und vor allem schlagartig einsetzenden Verbrennungsdruck, werden die Laufbuchsen "geweitet". wenn der Druck nun wieder abfällt (Ende des Arbeitstaktes) "zieht" sich die Buchse wieder zusammen. Da die Kühlflüssigkeit träge ist, verharrt sie, die Wandung der Buchse aber "entfernt" sich wieder zu ihrer angestammten Position. Dadurch entsteht kurzfristig ein Unterdruck, der Dampfdruck der Kühlflüssigkeit wird unterschritten. Die Folge: sie verdampft. Wenn die Kühlflüssigkeit nun durch den Unterdruck beschleunigt wieder nachfließt, so trifft sie nun mit Schallgeschwindigkeit ( im Wasser glaube ich >1000 m/s) wieder auf die Buchsenwandung, und die Dampfblase kollabiert wieder.Dadurch wird das Mat einfach ausgespült. Das geschieht natürlich alles in Sekundenbruchteilen, und man kann sich das wohl eher als Schwingung, oder Vibration vorstellen, da auch die Ausmaße der Bewegungen sehr klein sind. Aber dennoch vorhanden...... Die Löcher sahen aus wie mit einem 4er Bohrer in die Laufbuchse gebohrt! Fast bis zur Innenseite durch, was wohl auch schon vorgekommen sein soll.
Um Kavitation zu vermeiden gibt es einige Sachen zu beachten.
-Kein reines Wasser als Kühlflüssigkeit verwenden. Siedepunkt Wasser 100 Grad Celsius, Glykol 197 (bei normal Bedingungen)
-die Laufbuchsen neuer Bauart haben einen zusätzlichen O-Ring im oberen Bereich (Entkopplung, weniger Schwingungsneigung)
-Druck im Kühlsystem muß immer vorhanden sein, also darf zB. die Dichtung des Deckels für den Ausgleichsbehälter nicht defekt sein, oä.
Laut Herrn Putty sollen so ohne weiteres 300.000 km drinne sein, bevor eine Revision nötig ist.
Hoffe es ist einigermaßen verständlich geschrieben....
Gruß
Florian |
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